Den Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems kommt hinsichtlich Morbidität und Mortalität eine herausragende Bedeutung zu. Etwa 50 % aller Todesfälle sind durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingt. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung treten schwerwiegende Herzerkrankungen zunehmend bei älteren, multimorbiden Menschen auf. Dadurch bedingt verschiebt sich die Altersgrenze für interventionelle und herzchirurgische Eingriffe immer mehr nach oben.

Andererseits treten unverändert häufig Herzinfarkte im jüngeren Lebensalter auf, also bei Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen. Dies erfordert im Bereich der Kardiologie neben der Berücksichtigung der körperlichen Erkrankungsfolgen auch eine psychische Bewältigung der sozialen Ängste z. B. vor Arbeitsplatzverlust oder Verminderung des Lebensstandards. In der kardiologischen Rehabilitation finden deshalb neue Methoden wie ein ganzheitlicher Ansatz und Gesundheitstraining ebenso Beachtung wie psychische und sozialmedizinische Aspekte.

  • Koronare Herzerkrankung
  • Zustand nach Herzinfarkt
  • Zustand nach interventioneller Behandlung der Herzkranzgefäße (Ballondilatation, Stentimplantation)
  • Zustand nach aortokoronarer Bypass-Operation
  • Chronisch-arterielle Hypertonie
  • Angeborene und erworbene Herzklappenfehler
  • Zustand nach operativem Herzklappenersatz
  • Zustand nach operativer Herzklappenrekonstruktion
  • Zustand nach Endokarditis
  • Zustand nach operativer Entfernung gutartiger Herztumoren
  • Kardiomyopathien
  • Zustand nach Perikarditis
  • Zustand nach Myokarditis
  • Zustand nach operativer Korrektur angeborener Herzfehler bei Erwachsenen
  • Bradykarde und tachykarde Herzrhythmusstörungen
  • Erregungsleitungsstörung
  • Herzinsuffizienz NYHA I – III
  • Zustand nach Herztransplantation, Lungentransplantation oder Herz- und Lungentransplantation
  • Pulmonale Hypertonie
  • Zustand nach tiefer Beinvenenthrombose
  • Zustand nach Operationen am venösen Gefäßsystem
  • Zustand nach Lungenembolie
  • Arterielle Verschlusskrankheit der Beine
  • Zustand nach Eingriffen an den Gefäßen bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (perkutane Angioplastie, arterioarterieller Bypass)
  • Zustand nach Resektion eines Bauchaortenaneurysmas
  • Zustand nach operativem Eingriff an hirnversorgenden Gefäßen
  • Mehrkanal-Ruhe-EKG
  • Fahrrad-Belastungs-EKG
  • 24-Stunden-Langzeit-EKG
  • 24-Stunden-Langzeit-Blutdruckmessung
  • Transthorakale Echokardiographie einschließlich Doppler-Echokardiographie und farbcodierter Echokardiographie
  • Transösophageale Echokardiographie
  • Kontrastmittel-Echokardiographie
  • Stress-Echokardiographie
  • Oberbauchsonographie/Schilddrüsensonographie
  • Gastroskopie
  • Spirometrie
  • Uni- und bidirektionale Gefäßdopplersonographie
  • Farbcodierte Duplexsonographie der Gefäße
  • Röntgendiagnostik von Herz und Lunge
  • Breites Spektrum klinisch-chemischer Laboruntersuchungen

Kardiologie - Therapiemöglichkeiten

Ein Schwerpunkt der Abteilung Kardiologie ist die Rehabilitation von Patient:innen nach Herz-, Lungen- oder Herz- und Lungentransplantation. Die behandelnden Ärzte stehen dabei in engem Kontakt mit der transplantierenden Klinik sowie Herzspezialisten. Das Rehabilitationskonzept wird von beiden Abteilungen entwickelt und ständig kritisch überprüft. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen finden im Herzzentrum statt. Ein weiterer Schwerpunkt in der Kardiologie ist die Rehabilitation von Herzpatient:innen mit gleichzeitig bestehender Niereninsuffizienz oder chronischer Hämodialyse. Bei Planung des individuellen Rehabilitationsprogrammes werden die festen Dialysezeiten berücksichtigt (siehe auch „Spezielle medikamentöse und sonstige Therapie“).

Patient:innen, die aufgrund ihrer Erkrankung eine lebenslange Antikoagulation mit Falithrom/Marcumar durchführen müssen, können am CoaguChek®-System das INR-Selbstmanagement erlernen. Patient:innen nach einer Transplantation werden in der Fachabteilung Kardiologie intensiv betreut. Die Dosierung ihrer speziellen Medikamente (Immunsuppressiva) wird regelmäßig überwacht und wenn nötig dem Zielspiegel angepasst. Chronisch-hämodialysepflichtige Patient:innen werden in einer nahegelegenen Dialysepraxis dialysiert. Chronische Peritonealdialysen werden in der Fachabteilung Kardiologie in unserem eigenen Haus durchgeführt. Das Rehabilitationsprogramm wird dem Dialyserhythmus angepasst.

Von entscheidender Bedeutung für einen langfristigen Effekt der medizinischen Rehabilitation ist ein tiefgreifendes Verständnis der zu behandelnden Person für ihre Krankheit. Nur durch professionelle Begleitung sind Patient:innen in der Lage, ihre gesundheitlichen Probleme zu erfassen, zu akzeptieren und schließlich durch gezielte Eigenmaßnahmen zu bewältigen. Möglichkeiten und Strategien dafür werden im Rahmen unseres qualifizierten indikations- und problembezogenen Gesundheitstrainings dargestellt und vermittelt.

Das Gesundheitstraining wird multiprofessionell von Ärzt:innen, Diätassistent:innen, Psycholog:innen, Physio-, Sporttherapeut:innen und Sozialdienstmitarbeiter:innen durchgeführt. Inhalte dieser Kardiologie Schulungen sind Maßnahmen zur Gesundheitsinformation sowie Motivation zur gesundheitsbewussten Lebensführung. Wir möchten unsere Patient:innen nicht belehren, sondern motivieren und aufklären.

Chefärztliche Leitung

Prof. Dr. med. Frank Oehmichen

Ärztlicher Direktor | Chefarzt
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Sozialmedizin

+49 35206 6-2054

Dipl. med. Ulf Dietrich

Chefarzt
Facharzt für Innere Medizin, Diabetologe DDG und ernährungsbeauftragter Arzt

+49 35206 6-2023

Frau Kathrin Hammer und ihr Team Belegung | Patientenmanagement sind Mo bis Fr 7.00 - 16.30 Uhr erreichbar und freuen sich auf Ihren Anruf und Ihre Fragen.

+49 35206 6-2953 oder +49 35206 6-3302
 | Fax +49 35206 6-2954

0800 57347242
(gebührenfrei)