Geschichte – ein Unternehmen mit langer Tradition

Der kleine Ort Kreischa und die KLINIK BAVARIA Kreischa schreiben Geschichte – seit mehr als 300 Jahren. Informieren Sie sich über die wichtigsten historischen Meilensteine einer der führenden medizinischen Rehabilitationszentren in Deutschland. Beginnend von der Gründung der I. Kaltwasserheilanstalt Sachsen bis zur Eröffnung des Sanatoriums für Nervenkranke hin zur Grundsteinsetzung der KLINIK BAVARIA Kreischa. Die ausgewählten Epochen zeigen entscheidende Entwicklungen in den unterschiedlichen Phasen.


Vom Schlafbrunnen bis hin zum Sanatorium für Nervenleiden

187 Jahre im Zeitraffer: Wie aus dem kleinen idyllischen Ort Kreischa die 1. Kaltwasserheilanstalt Sachsen entstand. Welcher berühmte Arzt die Kaltwasseranstalt in ein Sanatorium umwandelte und später sogar einem Krankheitsbild seinen Namen verlieh.

1713    findet sich erstmals die Nennung des Schlafbrunnens „uff der wiessen“, dessen Wasser heilende Wirkung haben soll. 

1839    Am 15.03.1839 will Christiane Wilhelmine Reißbach eine Bade- und Wasserheilanstalt gründen – die I. Kaltwasserheilanstalt Sachsens entsteht.

1845    Am 03.02.1845 verkauft Reißbach die Wasserheilanstalt, die einen guten Ruf besitzt und eine hohe Besucherzahl aufweist. 

1880    kauft der Arzt Dr. Halbauer aus Leipzig das Sanatorium. Halbauer betreibt jedoch keine Kaltwasseranstalt, sondern eröffnet ein Sanatorium für Nervenkranke. Hierbei wendet er weiterhin Wasserkuren an. 

1885    verpachtet Halbauer das Sanatorium an Dr. med. Friedrich Pelizaeus. Er betreibt in Kreischa ein Sanatorium für Nervenkranke. (Dr. Friedrich Pelizaeus ist Mitentdecker der Pelizaeus-Merzbacher Krankheit (PMD))

1895    Am 07.10.1895 wird die Badeanstalt an Dr. med. Friedrich Bartels, prakt. Arzt, verpachtet. 

1895    Bis 1909 baut Dr. Bartels das Kurhaus um, erweitert die Parkanlagen, errichtet die Kegelbahn und kauft als Attraktivität die Privateisenbahnhaltestelle König Alberts aus Strehlen.

1899    Durch umfangreiche Baumaßnahmen funktioniert Bartels das Sanatorium zu einem Krankenhaus für Nervenkranke um. 


Das neue Jahrhundert ist geprägt vom ersten und zweiten Weltkrieg: Welche Bedeutung die Kriege für die Einrichtung haben und welche maßgebliche Rolle die Rentenversicherung Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, wird in dieser Epoche erläutert.

1900    Im Jahre 1900 beherbergt das Sanatorium, unter der Leitung von Dr. Bartels, bereits 450 Kurgäste mit ungefähr 18.000 Verpflegungstagen. Außerdem nehmen etwa 1.000 Personen besuchsweise dort Aufenthalt.

1909    verkauft Dr. Bartels wegen Krankheit die Anstalt an Dr. med. Krapf. 

1914    Das Jahr ist gekennzeichnet durch den Ausbruch des l. Weltkrieges und ist zugleich das 75. Gründungsjahr der Anstalt. Die Kriegsjahre sind eine Zeit der intensivsten Bautätigkeit und Krapf plant ein Naturtheater mit Waldbühne im Parkgelände. Der Neubau des Haupthauses an der Straßenfront wird an das alte Hauptgebäude angeschlossen. 

1922    Am 04.01.1922 geht das Sanatorium an die Reichsversicherung der Angestellten Berlin über und ist somit die erste Rehabilitationseinrichtung einer Rentenversicherung überhaupt. Es werden weitere An- und Umbauten bis 1926 vorgenommen.

1945    Am 13.02.1945 wird nach dem verheerenden Bombenangriff auf Dresden die dortige Frauenklinik für rund ein Jahr nach Kreischa in das Sanatorium verlegt. Chefarzt des Sanatoriums ist damals Herr Dr. Hering. 


43 Jahre, in denen es neben sämtlichen Eigentümerwechseln auch vielfältige Neu- und Rekonstruktionsarbeiten der Einrichtung gibt, reisen vermehrt Leistungssportler von der ganzen DDR in den überschaubaren Ort Kreischa. Zudem wird das Zentrale Doping-Kontroll-Labor eingerichtet.

1946 und 1947   wird das Sanatorium Erholungsheim für Kinder sowjetischer Offiziersfamilien, die im weiten Umkreis von Dresden stationiert sind. Das Personal für Reinigung und Verpflegung wird aus der Kreischaer Bevölkerung durch Arbeitseinweisung in das Sanatorium verpflichtet. 

1949    Das Sanatorium geht in die Hände der Sozialversicherung der SDAG-Wismut (Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft) über und wird Heil- und Erholungsstätte für Bergarbeiter. 

1951    wird der Grundstein für einen Neubau gelegt. Der Bau, mit einem Kostenaufwand von 4,5 Mill. Mark wird errichtet und 1952 übergeben. 

1957    Im April wird das ehemalige Bergarbeiterkrankenhaus Freiberg in den alten Sanatoriumskomplex verlegt. Die Kurplätze verringern sich auf 200. Die Krankenhaus-Kapazität beträgt 135 Betten. Im gleichen Jahr wird die gesamte Krankenhausanlage Eigentum des Gesundheitswesens der DDR. Der Rundbau (Neubau) als Erholungsheim verbleibt Eigentum der SDAG Wismut.

1961    Der Neubau wird komplett dem Staatlichen Komitee für Körperkultur und Sport als Rehabilitationszentrum übergeben. Die Leitung der Einrichtung übernimmt Herr Dr. Siegfried Israel und ärztlicher Direktor des Krankenhauses wird Herr Dr. Sieg.

1962    Bis 1966 erfolgen zahlreiche Neubauten, u. a. der Bau des Sportplatzes, der Turnhalle sowie der Schwimmhalle. Der Name der Einrichtung lautet nun: Sportmedizinisches Rehabilitationszentrum (SMRZ).

1969     Am 01.03.1969 wird das bisherige Sportmedizinische Rehabilitationszentrum in Zentralinstitut des Sportmedizinischen Dienstes umbenannt. Damit übernimmt das Institut auch die Funktion einer Zentralstelle für die Weiterbildung der Ärzte. Das Krankenhaus des Instituts erhält 1969 die Genehmigung zur Facharztausbildung in der Fachrichtung Innere Medizin. 

1978    wird im hinteren Parkgelände das Zentrale Doping-Kontroll-Labor eingerichtet. Es ist das vierte vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannte Labor.

1980    Neuer Direktor des Instituts wird OMR Dr. Rolf Donath. Unter seiner Leitung werden das Krankenhaus sowie Sportstätten und Therapiebereiche noch einmal baulich verändert bzw. rekonstruiert.


Die Grundsteinsetzung der KLINIK BAVARIA Kreischa
Anfang der 90er-Jahre startet eine akribische Suche eines neuen Trägers für die Einrichtung. Anfang Oktober 1990 übernimmt Herr Rudolf Presl der BAVARIA Klinikgruppe die Geschäftsführung. Darauf folgen sämtliche Klinikneubauten, die Gründung der Schulen für die Klinik sowie die Schaffung der Helene-Maier-Stiftung. 9 Jahre, in denen im Ort Kreischa ein neues Wahrzeichen errichtet wird.

1990     Am 24.09.1990 sind alle Rekonstruktions- und Werterhaltungsarbeiten abgeschlossen. Das zuständige Ministerium als Träger der Einrichtung wird aufgelöst und es wird ein neuer Träger für die Einrichtung gesucht. Herr Rudolf Presl, Geschäftsführer der BAVARIA-Klinikgruppe aus Bayern, stellt der Gemeindevertretung ein Konzept zur ganzheitlichen Behandlung von Patienten:innen vor.

Am 04.10.1990 geht auf Beschluss der Gemeindevertretung das Zentralinstitut in die KLINIK BAVARIA, Rudolf Presl GmbH & Co. über. Geschäftsführer der Einrichtung ist seitdem Herr Rudolf Presl. Durch die Vielzahl unterschiedlicher Fachärzte wird eine Erweiterung der Indikationen vorgesehen. 

1992     Am 27.05.1992 erfolgt die Grundsteinlegung für einen Klinikneubau.

1992     Bis 1994 werden die Europäische Schule für Physio-, Ergo-, Sporttherapie und Logopädie sowie die Krankenpflegeschule gegründet. Beide Schulen dienen der Ausbildung und Rekrutierung von Personal mit entsprechendem Abschluss. 

1993    wird die Helene-Maier-Stiftung als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Die Stiftung nimmt 1996 am Standort in Kreischa, Ortsteil Theisewitz, ihre Arbeit auf.

1994    Im März 1994 folgt die Eröffnung der Klinik I und Klinik II mit insgesamt 7 Fachbereichen und 4 Funktionsabteilungen. Mit Eröffnung der beiden Kliniken werden innerhalb eines Jahres ca. 800 neue Mitarbeiter:innen unterschiedlicher Berufsgruppen eingestellt. Künftig können bis zu 1.000 Patienten:innen aufgenommen werden. 

1996    Am 15.08.1996 erfolgt die Grundsteinlegung für ein eigenes Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der Länder Thüringens und Sachsens. 

1997    Im Juni 1996 wird das Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit den Indikationen Neurologie und Pädiatrie eröffnet. Später kommen die Bereiche Stoffwechsel mit den Schwerpunkten Adipositas und Diabetes, sowie Kardiologie, Onkologie und Orthopädie/Rheumatologie hinzu. 


Das 21. Jahrhundert beginnt genauso spannend, wie das vorhergende Jahrhundert geendet hat. Die Klinik arbeitet an der Erweiterung des Leistungsangebots sowie an Lösungen im Kampf gegen den Fachkräftemangel.

2000Ab dem Jahr 2000 sinkt die Nachfrage aus dem orthopädischen Bereich für stationäre Heilbehandlungen. So entwickelt sich der Fachbereich der Intensiv- und Frührehabilitation.
2001Das Leistungsangebot wird durch den Fachbereich Psychotherapie und Verhaltensmedizin erweitert.
2002Im August 2002 nimmt die Klinik während des August-Hochwassers Patienten:innen aus der Dresdner Universitätsklinik und dem städtischen Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt auf. Beide Kliniken sind vom Hochwasser stark betroffen und müssen evakuiert werden.
2003Das Medizinische Zentrum für Arbeit und Beruf (MedZAB) wird in Zscheckwitz als weiteres Angebot der KLINIK BAVARIA Kreischa eröffnet.
2004folgt die Eröffnung der Facheinrichtung für Intensivpflege KLINIK BAVARIA GmbH im Kreischaer Ortsteil Gombsen.
2005Der Fachbereich der Intensiv- und Frührehabilitation entwickelt sich weiter. Für behandlungsbedürftige Patienten:innen steht jetzt das Fach- und Privatkrankenhaus der KLINIK BAVARIA Kreischa mit dem Zentrum für Langzeitbeatmung, Beatmungsentwöhnung und Heimbeatmung zur Verfügung. Im Oktober 2005 wird zur Erweiterung des Bereiches der Intensiv- und Frührehabilitation eine klinikinterne Dialyseabteilung eingerichtet.
2012Sehr gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen, entwickelt sich zu einem zentralen Thema vor allem im Bereich der Pflege. Aus diesem Grund beschreitet die Klinik neue Wege in der Personalgewinnung, mit dem Projekt „Internationale Kontaktarbeit, Akquise von Pflegekräften“.
2013

Die Klinik reagiert auf den zunehmenden Fachkräftemangel in der Pflege, indem sie am 1. März 2013 die Berufsschule für Gesundheits- und Krankenpflege wieder eröffnet, die seit 1999 geschlossen war. Die Berufsfachschule ist jetzt an das Fach- und Privatkrankenhaus (Neurologie und Innere Medizin) mit dem Zentrum für Langzeitbeatmung und Beatmungsentwöhnung angebunden.

2015

Eröffnung des Zentrums für frührehabilitative und rehabilitative Wundtherapie (ZFRW).

2016

Die Etablierung der Abteilung für Patienten- und Angehörigenzentrierte Versorgung hat das Ziel und die Aufgabe, Patienten:innen und deren Angehörigen eine Unterstützung zu bieten, um die neue Lebenssituation zu bewältigen.

2020

Die KLINIK BAVARIA Kreischa feiert ihr 30-jähriges Bestehen.

0800 57347242
(gebührenfrei)