Medizinisches Zentrum für Arbeit und Beruf (MedZAB)

In unserem Zentrum für Arbeit und Beruf (MedZAB) betreuen wir Patienten:innen mit der Zielstellung, ihnen die Teilhabe am Erwerbsleben sowie den Erhalt, die Verbesserung und/oder die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit zu ermöglichen.

Wir sind Wegbereiter in einer innovativen Einbeziehung von berufsorientierten Elementen in die Rehabilitation. In einem sehr umfangreichen und immer wieder aktualisierten Konzept werden Patienten:innen aus verschiedenen Fachbereichen (Neurologie, Onkologie, Orthopädie und Traumatologie, Zentrum für Querschnittgelähmte, Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Innere Medizin) behandelt, die zum Erhalt oder zur Wiedererlangung einer dauerhaften beruflichen und sozialen Leistungsfähigkeit besondere Hilfen benötigen.

Wir nutzen folgende Rehabilitationsverfahren im Medizinischen Zentrum für Arbeit und Beruf:

Medizinisch-Berufsorientierte Rehabilitation (MBO®/MBOR)

Die KLINIK BAVARIA Kreischa ermöglicht die Integration von berufsorientierten Modulen in die medizinische Rehabilitation. In einem sehr umfassenden und etablierten Behandlungskonzept werden Rehabilitanden:innen aus verschiedenen Fachbereichen (Orthopädie, Neurologie, Onkologie, Innere Medizin, Psychotherapie und Verhaltensmedizin) betreut, die für eine dauerhafte berufliche und soziale Eingliederung besondere Unterstützung benötigen.

Dabei kommen unterschiedliche Rehabilitationsverfahren zur Anwendung:

  • Medizinisch-Berufsorientierte Rehabilitation (MBO®/MBOR)
  • Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation
  • Medizinisch-berufliche Rehabilitation (MBR-Phase II)
  • Medizinisch-Berufsorientierte Prävention (MBOP)
  • Arbeitsbezogene Maßnahmen von Trägern der Rehabilitation

Wir halten für unsere Patienten:innen der MBO®/MBOR eine Vielzahl von unterschiedlichen Modellarbeitsplätzen bereit. Diese stellen unter anderem Tätigkeiten aus folgenden Gebieten nach: Holz-, Metall-, Bau- und Baunebengewerbe, Maler/Lackierer und Verputzer, Handel und Dienstleistungen, Pflegeberufe, Büro/Bank/EDV und kaufmännischer Bereich sowie Fahrertätigkeiten.

Wir bieten Ihnen ein komplettes und modular aufgebautes System an medizinisch-berufsorientierter Rehabilitation. Fragen Sie nach unserer Konzeption für eine MBO®/MBOR.

  • Identifikation bestehender Diskrepanzen zwischen Anforderungsprofil des Arbeitsplatzes und Fähigkeitsprofil der Rehabilitanden:innen
  • Vermittlung von berufsspezifischen Inhalten bezüglich der Verhaltens- und Verhältnisergonomie am Arbeitsplatz
  • Praktisches Ergonomietraining am Modellarbeitsplatz
  • Individuell angepasstes, berufsspezifisches Funktionstraining
  • Durchführung von berufsspezifischer Ausgleichs- und Funktionsgymnastik
  • Kurzentspannung im beruflichen Alltag

Ziele funktionell-motorisch:

  • Steigerung der ergonomischen Bewegungskompetenz bei der Tätigkeit
  • Optimierung der ergonomischen und technischen Ausstattung am Arbeitsplatz

Ziele psycho-physisch:

  • Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung und Abbau von Ängsten in Bezug auf die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit, z. B. nach intensiver Therapie und langer Arbeitsunfähigkeit durch das Training in einer arbeitsplatznahen Atmosphäre

Auszug aus den diagnostischen Verfahren

  • Arbeits- und Sozialmedizinische Diagnostik
  • Anforderungs-/Fähigkeitsprofilvergleich
  • Psychische Leistungsdiagnostik zur Ermittlung der berufsrelevanten Leistungsfähigkeit
  • kognitive Leistungsdiagnostik
  • Belastungserprobung
  • Prüfung der Indikation für weiterführende berufsbezogene Leistungen, z. B. Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA)
  • Interdisziplinäres Fallmanagement unter Beteiligung des Leistungsträgers

Auszug aus den berufsbezogenen therapeutischen Verfahren

  • Berufsspezifisches Funktionstraining (BFT)
  • Arbeitsplatz- und Ergonomietraining
  • Arbeitstherapie
  • berufsbezogenes Gesundheitstraining
  • Ausgleich bestehender berufsbezogener Defizite
     

Medizinische berufliche Rehabilitation (MBR/Phase II)

Das Rehabilitationskonzept des Kompetenzzentrums orientiert sich an den Grundsätzen und Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für medizinisch-berufliche Rehabilitations-Einrichtungen (Phase II), welche in den von der Bundesarbeitsgemeinschaft und dem Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung herausgegebenen Schriften festgelegt sind. Demnach ist die Arbeitsgrundlage der ganzheitliche bio-psychosoziale Rehabilitationsansatz.

Das Kompetenzzentrum fördert Menschen, die körperlich, seelisch und geistig durch Unfall oder Krankheit auf Dauer leistungsgewandelt sind und die wegen schwerer krankheits- oder unfallbedingter motorischer oder kognitiver Leistungseinschränkungen, durch Lernstörungen (einschließlich Lernentwöhnung), besondere Störanfälligkeit und Umfeldabhängigkeit oder durch Störungen des Sozial- und Arbeitsverhaltens auf besondere, umfassende, multidisziplinäre diagnostische und therapeutische Leistungen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation angewiesen sind. Die Leistungen können sowohl stationär als auch – bei kliniknah wohnhaften, mobilen Patienten:innen – ganztägig ambulant (teilstationär) durchgeführt werden. Sie setzen frühestmöglich nach akutmedizinischer Stabilisierung, Anschlussheilbehandlung oder erster medizinischer Rehabilitation ein.

Es werden Rehabilitanden:innen u. a. aus folgenden Indikationsgebieten aufgenommen:

 

Neurologie, insbesondere:

  • nach Schädelhirntraumata
  • bei vaskulären, degenerativen, entzündlichen, demyelisierenden oder tumorösen Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems mit kognitiven, psychischen, motorischen, sensorischen oder sprachlichen Defiziten
  • Patienten:innen mit epileptischen Anfallsleiden

 

Orthopädie/Traumatologie, Querschnittgelähmten-Zentrum, insbesondere: 

  • nach Polytrauma
  • nach operativer (auch konservativer) Behandlung von schweren Verletzungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates (Amputation, Gelenkersatz, Frakturen, Weichteilverletzungen) mit bleibenden erheblichen motorischen und psychosomatischen Einschränkungen
  • wenn die Schwere und Komplexität der Schäden, der Aktivitäts- und Partizipationseinschränkungen umfassende diagnostische und therapeutische Leistungen, sowohl im medizinischen als auch im beruflichen Bereich, im Hinblick auf eine erfolgreiche berufliche und soziale (Re)-Integration erforderlich machen

 

Psychotherapie und Verhaltensmedizin/Psychosomatik/psychiatrische Erkrankungen:

  • alle Krankheitsbilder können behandelt werden; ausgeschlossen sind Rehabilitanden:innen mit Anorexie (BMI < 18 kg/m²) und Rehabilitanden:innen mit aktiver Suchterkrankung

 

Innere Medizin/Onkologie, insbesondere: 

  • Internistische Erkrankungen mit erheblichen Beeinträchtigungen in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit
  • kaufmännischer und verwaltender Bereich
  • Metallbearbeitung
  • Elektrotechnik/Elektronik
  • Holzbearbeitung, Technisches Zeichnen, Bauzeichnen, Bau, Baunebengewerbe und Installationsberufe
  • Internes Praktikum, u. a. in den Bereichen Küche, Ernährung, Hauswirtschaft, Haustechnik, Gärtnerei und Pflegedienst in unserem Rehabilitationszentrum
  • Erprobung weiterer Berufsfelder in Kooperationsbetrieben der umliegenden Region oder an der bisherigen Arbeitsstelle
     

Wesentliche Aufgaben der Berufspädagogik sind:

  • Arbeitsplatz-/Tätigkeitsbeschreibung mit Profilvergleichsanalyse gemeinsam mit dem Arbeitsmediziner bzw. der Arbeitsmedizinerin
  • Physische, psychische, kognitive Leistungsdiagnostik zur Ermittlung der berufsrelevanten Leistungsfähigkeit in den verschiedenen Berufsfeldern
  • Belastungserprobung
  • Arbeitstherapie
  • Arbeitserprobung
  • Ausbildungs-/Berufsvorbereitung
  • Berufsfeldfindung
  • Unterstützung beim konkreten Transfer in den beruflichen Alltag: Durchführung von Praktika im Beschäftigungsbetrieb oder in Kooperationsbetrieben zur Verifizierung der ermittelten Leistungsfähigkeit, konkrete Realisierung der betrieblichen Wiedereingliederung unter Einbeziehung des Arbeitgebers nach Arbeitsplatzbegehung gemeinsam mit dem Arbeitsmediziner bzw. der Arbeitsmedizinerin und dem Leistungsträger.
     

Ansprechpartner

Dr. med. Johannes Kiesel

Fachärztliche Leitung
Facharzt für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Rehabilitationswesen

Qualifikationen:
Ernährungsmedizin, Umweltmedizin, Psychosomatische Grundversorgung, Disability Manager, Ergonomietrainer, EFL-User, Fachkunde nach StrlSchV

+49 35206 6-1986

Anmeldung & Aufnahme Rehabilitationszentrum

Kathrin Hammer und Team
Belegung/Patientenmanagement Rehabilitation

+49 35206 6-3302 | -3303

Fax +49 35206 6-3333

Erreichbarkeit
Mo–Fr 7.00 bis 16.30 Uhr

0800 57347242
(gebührenfrei)