| 1990 | Am 24.09.1990 sind alle Rekonstruktions- und Werterhaltungsarbeiten abgeschlossen. Am 28. und 29.September 1990 führt das Zentralinstitut des Sportmedizinischen Dienstes Kreischa seine erste und zugleich letzte "Gesamtdeutsche Wissenschaftliche Konferenz" durch. Herr OMR Dr. D o n a t h leitet das Institut bis zur deutschen Wiedervereinigung. Durch den sich abzeichnenden Beitritt der DDR an die BRD sind auch Veränderungen in der Aufgabenstellung der Einrichtung abzusehen. Das zuständige Ministerium als Träger der Einrichtung wird aufgelöst. Deshalb muss nun für die Einrichtung ein neuer Träger gefunden werden, der das medizinische Angebot für ähnliche Aufgaben weiter nutzt. Bereits im Vorfeld werden Kontakte zu verschiedenen Betreibern von Klinikketten aus dem Bereich der Rehabilitation aufgenommen. Herr Rudolf P r e s l, Geschäftsführer der BAVARIA-Klinikgruppe aus Bayern, stellt der Gemeindevertretung ein Konzept zur ganzheitlichen Behandlung von Patienten vor, welches die bisher in der Klinik in Kreischa arbeitenden Mitarbeiter überwiegend in die neu aufzubauende Klinikstruktur als Rehabilitationseinrichtung mit einbezieht. |
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| 1990 | Am 01.10.1990 wird die Rechtsträgerschaft für das Zentralinstitut vom Ministerium auf die Gemeinde Kreischa übertragen. Mit Inkrafttreten des deutschen Einigungsvertrages wird der Sportmedizinische Dienst aufgelöst. | |
| 1990 | Am 04.10.1990 ging auf Beschluss der Gemeindevertretung das Zentralinstitut in die KLINIK BAVARIA, Rudolf Presl GmbH & Co. über. Geschäftsführer der Einrichtung ist nun Herr
Rudolf P r e s l. Die Übernahme eines großen Teiles der Ärzte und Mitarbeiter ermöglicht es, nicht mehr nur Leistungssportler sondern auch Patienten aus allen Bevölkerungsschichten mit unterschiedlichen Erkrankungen in der neuen Klinik zu behandeln. Sie kommen nun überwiegend nach Krankenhausaufenthalten zur Rehabilitation nach Kreischa. Durch die Vielzahl unterschiedlicher Fachärzte wird von Anfang an eine Erweiterung der Indikationen vorgesehen. Da dies in den bestehenden Gebäudestrukturen jedoch nicht möglich ist, wird ein Neubau favorisiert, der modernsten Wohnkomfort und großzügige Therapieräumlichkeiten bieten soll. |
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| 1992 | Am 27.05.1992 erfolgt die Grundsteinlegung für einen Klinikneubau, der künftig bis zu 1.000 Betten in acht Fachkliniken besitzen wird. Das Akutkrankenhaus, welches derzeit noch 30 Betten umfasst, soll bis Ende 1993 schließen. | ![]() |
| 1992 | Bis 1994 wird die Europäische Schule für Physio-, Ergo-, Sporttherapie und Logopädie sowie der Krankenpflegeschule gegründet. Beide Schulen dienen der Ausbildung und Rekrutierung von Personal mit entsprechendem Abschluss. Durch die Erweiterung der Klinik werden Fachkräfte aus der Pflege und Therapie benötigt. Mit der Gründung der Schulen knüpft die Klinik wieder an die Tradition Kreischas als Ort der medizinischen Lehre an. |
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| 1993 | wird die Helene-Maier-Stiftung als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Ziel ist es, Menschen mit erworbenen Hirnschäden in ihrer sozialen und beruflichen Wiedereingliederung zu unterstützen. Den Namen erhält die Stiftung von einer Frau, die als Mitarbeiterin von Herrn Presl den Klinikaufbau am Standort Kreischa wesentlich mitbegleitete und bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam. Die Stiftung nimmt 1996 am Standort in Kreischa / Ortsteil Theisewitz ihre Arbeit auf. |
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| 1993 | Im Oktober 1993 wird die Klinik I mit den Fachbereichen Orthopädie, Neurologie sowie dem Zentrum für Querschnittgelähmte eröffnet. | |
| 1994 | Im ersten Halbjahr 1994 folgt die Eröffnung der Klinik II mit den Fachbereichen Kardiologie, Stoffwechsel, Innere Medizin und Onkologie. Als zusätzliche Funktionsabteilungen nehmen die Urologie, die HNO-Abteilung und die augenärztliche Abteilung ihre Arbeit auf und unterstützen mit ihrer Konsilarbeit den Rehabilitationsverlauf der Patienten. In beiden Häusern können nun bis zu 500 Patienten aufgenommen werden. Mit der Eröffnung der beiden Kliniken wurden innerhalb eines Jahres ca. 800 neue Mitarbeiter aller Berufsgruppen eingestellt. Die Gesamtanlage der Klinik lehnt sich an den Stil des sächsischen Barocks an. Auch der Innenhof mit seinen Blumenrabatten und Wasserspielen ähnelt den Parkanlagen sächsischer Schlösser. Obwohl alle Patienten- und Therapiebereiche modern und zweckmäßig eingerichtet wurden, lassen manche Details eher auf eine Hotelanlage als auf eine Rehabilitationseinrichtung schließen. Der Klinikneubau ist fortan auch ein beliebtes Ausflugsziel der Kreischaer und ihrer Gäste und wird als ein neues Wahrzeichen des Ortes angenommen. |
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| 1996 | Am 15.08.1996 erfolgt die Grundsteinlegung für ein eigenes Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der Länder Thüringens und Sachsens. Gleichzeitig wirkten sich jedoch die Veränderungen der ersten Gesundheitsreform aus. | |
| 1997 | Im Juni 1996 wird das Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zunächst mit den Indikationen Neurologie, Pädiatrie eröffnet. Später kommen die Bereiche Stoffwechsel mit den Schwerpunkten Adipositas und Diabetes sowie Kardiologie, Onkologie und Orthopädie/ Rheumatologie hinzu. | ![]() |
| 1997 | In den Jahren 1997/1998 verändert sich durch die Gesundheitsreformen die Anzahl der Zuweisungen drastisch. Durch Veränderungen in der Verfahrensweise der Zuweisungen müssen Belegungsschwankungen ausgeglichen werden. In den folgenden Jahren gelingt mit großem Engagement der Mitarbeiter eine Neustrukturierung der Klinik und die Sicherung des Fortbestandes der Einrichtung. | |
| 1999 | Die Umstrukturierung ist erfolgreich abgeschlossen. |