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Klinik Bavaria Kreischa
Klinik Bavaria
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SELBSTHILFE FÜR APHASIKER

 

Konzeption für das Kommunikations- und Informationszentrum für Aphasiker und Angehörige für die Jahre 2006-2007

1. Gruppenarbeit

Die Arbeit in zwei Selbsthilfegruppen wird je einmal monatlich fortgesetzt. Es hat sich bewährt, dass zwei Arten der Gruppen bestehen, weil damit auf die Besonderheiten der Aphasiker als Patienten und als Persönlichkeit mehr Einfluß genommen werden kann. In einer Gruppe treffen sich die chronisch Kranken, während in der anderen die Patienten der Reha Unterstützung finden.
Wir stützen uns auf unsere Erfahrungen, dass die Problematik beider Patientengruppen besser beraten werden kann, wenn beide Gruppen getrennt arbeiten aber auch Kontakte zwischen ihnen weiter existieren. Der bisherige Gesprächskreis Aphasie in Dresden wird weiter ausgebaut. Weitere Gesprächskreise in Marienberg und Bautzen sollen folgen.

2. Weiterführung der zugehenden Beratung

Diese Beratungen und Gespräche mit den Patienten als auch deren Angehörigen werden fortgesetzt und ausgeweitet. Da bereits in der Reha-Phase eines Patienten Grundlagen für sein weiteres Zurechtkommen mit der Krankheit Aphasie geschaffen werden, ist diesem Aspekt noch größere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Patienten bedürfen zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt der Hilfe und Information, um mit ihrer Lage zurechtzukommen.
Trotz schwerer Erkrankung soll Patienten und Angehörigen psychologisch einfühlsam geholfen werden, sich mit der neuen Situation zunächst vertraut zu machen. Hier wollen wir mit unserer Unterstützung ansetzen.
Die Beratung wird einmal wöchentlich stattfinden. Die Vorbereitung wird von der Abteilung Logopädie unterstützt.

3. Methodische Handreichungen

Diese Art spezieller Hilfe entwickelte sich gut und wird weitergeführt. Mit gedrucktem Material für Übungen und Spiele kann auf den Stationen und im häuslichen Bereich das Gemeinschaftsgefühl gefördert werden.
Bei Singenachmittagen , Gesprächen z.B. über Urlaub und Hobbys wollen wir anregen, sich sinnvoll zu beschäftigen. Überregional sollen in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landesverband der Aphasiker folgende Arbeitsgruppen gebildet werden:

4. Dokumentation

Jeden Monat werden wir die für uns wichtigsten Aktivitäten und Ereignisse in der Selbsthilfe in Form einer Chronik dokumentieren in Wort und Bild. Auch eine Vorstellung im Internet ist vorgesehen.

5. Buch "Erzählungen von Angehörigen"

Angehörige sollen zu Wort kommen, wie sie mit den unterschiedlichen Anforderungen und Lasten im Zusammenleben mit Aphasikern zurechtkommen. Peter Rother, Schriftsteller und selbst Aphasiker, leitet die SHG Dresden, wird die Arbeit an diesem Buch fachlich begleiten.

6. Veranstaltungen des Kommunikations- und Informationszentrum

In der Selbsthilfe von Aphasikern macht sich bemerkbar, dass es zunehmend einer Methodik und Organisation bedarf, um den Interessen und Bedürfnissen der Betroffenen und Angehörigen wirksamer zu entsprechen. Hier soll für alle nachvollziehbar der Erfahrungsaustausch und die Anleitung gefördert werden, die Fortbildung der Aktivisten und die Schaffung eines Synergieeffektes.
Zusammen mit dem Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker, dem Bundesverband Klinischer Linguisten und dem Landesverband für Aphasie soll eine Diskussion über Methoden der Aphasikerselbsthilfe entstehen. Das Zentrum wird sich auf folgende wichtige Themen konzentrieren:

Das Kommunikations- und Informationszentrum will sich neue kulturelle Möglichkeiten erschließen. Es sind Vorträge zu Gesundheitsthemen geplant, neue Begegnungen in und mit der Natur und Kunst angedacht. Die Lehr- und Vortragstätigkeiten an wissenschaftlichen Einrichtungen zur sozialen Beratung und Selbsthilfe wird durch Prof.Teichmann fortgeführt.

7. Der Reha-Tag

Der Reha-Tag im September soll im Sinne einer Werkstatt durchgeführt werden, wo Aphasiker sich über ihre Interessen, Hobbys und Möglichkeiten sinnvoller Lebensgestaltung austauschen können, also selbst Initiator der Veranstaltung sind. Wir laden dazu über den Sächsischen Landesverband für Aphasie die Leiter anderer Gremien ein, um den Erfahrungsaustausch zu vertiefen.

8. Flyer

Ein neuer Flyer soll entworfen werden, um unser Kommunikationszentrum und die Aphasiebewegung vorzustellen.

9. Gemeinschaftserlebnis Urlaub
Im Mai 2006 ist ein gemeinsamer Urlaub geplant. Betroffene und Angehörige lernen sich im Urlaub neu kennen und können Erfahrungen austauschen.

10. Angehörigenseminare

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Logopädie finden sechsmal im Jahr Angehörigenseminare statt.

11. Zusammenarbeit mit der Logoschule

Die Zusammenarbeit mit der Logoschule in Kreischa soll ausgebaut werden. Aphasiker stellen sich dem Unterricht zur Verfügung, die Logoschüler gestalten die Selbsthilfe mit ihren Möglichkeiten mit.

12. Individuellen Zukunftsplanung

Die soziale Beratung soll ergänzt werden durch neue Perspektiven und Methoden einer individuellen Zukunftsplanung für Aphasiker und deren Angehörigen. Dazu sollen wissenschaftliche Voraussetzungen unserer Region genutzt werden. Vor allem sollen Philosophen, Soziologen und Psychologen für diese Aufgaben gewonnen werden.

Kreischa, November 2005

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