
Patienten mit schweren Schädelhirntraumata, Rückenmarksverletzungen, schweren Erkrankungen des Gehirns oder Rückenmarkes oder mit systemischen Erkrankungen des peripheren Nervensystems und Patienten mit schweren internistischen Erkrankungen und nach Polytrauma werden in der Abteilung für neurologische und interdisziplinäre Rehabilitation der KLINIK BAVARIA in Kreischa behandelt.
Die Rehabilitation sollte bei schwerer Schädigung des zentralen oder peripheren Nervensystems nach Abschluss der Krankenhausbehandlung so früh wie möglich eingeleitet werden, einerseits, um im Frühstadium der Erkrankung vorhandene Lähmungen zu therapieren und die kardiopulmonale Aktivität zu fördern, andererseits um Komplikationen zu vermeiden. Sobald die Krankenhausbehandlung abgeschlossen ist und keine operativen Eingriffe mehr anstehen, können die Patienten von der Abteilung für neurologische und interdisziplinäre Rehabilitation übernommen werden.
Für Patienten mit Multiresistenten Keimen wurde eine eigene Station eingerichtet. Für Patienten, die noch durch erhebliche vegetative Störungen, Kreislaufinstabilitäten, Liquorzirkulationsstörungen oder auch Atemstörungen beeinträchtigt sind, steht das Zentrum für Langzeitbeatmung, Beatmungsentwöhnung und Heimbeatmung in unserem Hause mit zahlreichen Möglichkeiten der modernen konservativen Intensivtherapie zur Verfügung. Es besteht eine sehr enge personelle und organisatorische Kooperation zwischen beiden Abteilungen. Weiterhin werden polytraumatisch geschädigte Patienten in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Orthopädie/ Chirurgie betreut. Bei Verbesserungen wird die Behandlung der Patienten in den Abteilungen der KLINIK BAVARIA in Kreischa (Abteilung Neurologie und Neuroonkologie, Abteilung Medizinisch Berufliche Orientierung, Berufsgenossenschaftliche Abteilung, Querschnittgelähmtenzentrum) fortgesetzt. Mit diesem strukturellen Konzept einer den Beeinträchtigungen in den Aktivitäten angepassten Rehabilitation in der KLINIK BAVARIA in Kreischa wird eine optimale Ergebnisqualität für den Patienten im Sinne einer bestmöglichen Teilhabe und andererseits eine auf die speziellen Anforderungen der einzelnen Kostenträger abgestimmte Rehabilitation erreicht.
Zu den Krankheitsbildern zählen auch in Folge von Polytraumen: