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Klinik Bavaria Kreischa
Klinik Bavaria
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PSYCHOTHERAPIE / VERHALTENSMEDIZIN

 

Therapien

Die Therapie im Bereich Psychotherapie/ Verhaltensmedizin umfasst:

Einzeltherapie

Einzeltherapie

Grundsätzlich bildet die Einzelpsychotherapie den Kernbereich der Therapie. Jeder Patient wird von seinem Einzeltherapeuten/seiner Einzeltherapeutin medizinisch-psychiatrisch-psychotherapeutisch aufgenommen. Vom Einzeltherapeuten und dem zuständigen leitenden Arzt und dem behandelnden Psychologen wird die individuelle Therapie für den einzelnen Patienten hier geplant und besprochen. Es finden regelmäßige therapeutische Einzelgespräche mit den Patienten statt. Die Frequenz der Einzelpsychotherapie wird hierbei individuell festgelegt. Als Richtlinie sind etwa 2 Einzelpsychotherapiesitzungen pro Woche anzusehen, bei expositionszentrierten Therapien können jedoch auch deutlich mehr Stunden in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Cotherapeuten erforderlich sein (Festigung des Lernerfolgs durch eng gruppierte Expositionstherapien).

Bei der individuellen Psychotherapie ist die Schaffung eines vertrauensvollen Therapiebündnisses mit dem Patienten unabdingbare Voraussetzung. Empathie und positive Wertschätzung des Patienten sind Grundvoraussetzungen des therapeutischen Arbeitens.

Die Zuordnung der Patienten zu den einzelnen Bezugstherapeuten erfolgt auf der Basis der Einweisungs- und Anmeldungsunterlagen unter Berücksichtigung der frei werdenden Behandlungsplätze und der besonderen Kenntnisse und Erfahrungen der einzelnen Therapeuten durch die leitende Ärztin oder den leitenden Psychologen.

Gruppentherapie

Gruppentherapie

Therapiegruppen werden im verhaltenstherapeutischen bzw. integrativen Kontext vorwiegend als psychoedukative oder übende Gruppen konzipiert. In Gruppentherapien werden Informationen über die zu behandelnde Störung sowie auch über Therapieprinzipien vermittelt (Beispiel Angst-Bewältigungs-Gruppe). Gruppenbehandlungen können aufgrund der höheren Teilnehmerzahl den intensiven Kontakt in der Zweierbeziehung mit dem Einzeltherapeuten nicht ersetzen. Andererseits geben Therapiegruppen Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Betroffenen, zum Modell-Lernen an anderen Gruppenmitgliedern sowie auch zum Erproben interpersoneller Veränderungen im "Hier und Jetzt" mit anderen Personen im geschützten Umfeld der Therapiegruppe, geleitet durch den Gruppentherapeuten. Diese Erfahrungen können wiederum nur in der Gruppe und nicht in der Einzeltherapie erworben werden. Die in der Gruppe gemachten Erfahrungen, das erworbene Wissen und die erworbenen Fähigkeiten können in der Einzeltherapie wieder aufgegriffen und gefestigt werden.
Um einen engen therapeutischen Kontakt zu halten, werden die Patienten auch in der Gruppe in der Regel von ihrem Bezugstherapeuten betreut.
Beim sozialen Kompetenztraining, was hier beispielhaft für eine thematische Gruppentherapie steht, lernen sozial unsichere Patienten, adäquat Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und dabei befriedigende Beziehungen aufzubauen und erhalten zu können. In Rollenspielen üben die Patienten, unangemessene Forderungen abzulehnen, Kontakt zu Mitmenschen aufzubauen, Gefühle mitzuteilen etc..

Medikamentöse Therapie

Obwohl das Hauptgewicht bei der Therapie in der psychotherapeutischen Abteilung in Kreischa auf Psychotherapie liegt, ist auch eine medikamentöse Behandlung wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts. Im Sinne eines biopsychosozialen Gesamtkonzepts wird die medikamentöse Therapie als wichtiger gleichberechtigter Therapieansatz gesehen. Nach den derzeit vorliegenden Erkenntnissen gibt es keinen Anhalt dafür, dass eine Behandlung mit Medikamenten die Ergebnisse der psychotherapeutischen Behandlung grundsätzlich verschlechtert. Vielmehr scheint für viele chronische und komplizierte Erkrankungen und Störungsbilder eine Kombinationstherapie aus psychotherapeutischen und medikamentös-biologischen Therapien besonders wirkungsvoll und ist somit anzuraten. Die Entscheidung über medikamentöse Therapie muss im jeweiligen Einzelfall unter Abwägen aller Vor- und Nachteile besprochen, der Patient über die Möglichkeiten aufgeklärt und in die Entscheidung mit eingeschlossen werden.

Lichttherapie

Adäquate medizinische Lichttherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes wirksames nichtmedikamentöses biologisches Behandlungsverfahren bei saisonal abhängiger Depression und wird bei dieser Störungsform angewendet.

Therapeutischer selektiver Schlafentzug

Therapeutischer Schlafentzug stellt eine weitere wissenschaftlich anerkannte wirksame nichtmedikamentöse biologische Therapieform dar. Sie wird - nach genauer Indikationsprüfung und Besprechung mit dem Einzeltherapeuten - in geeigneten Fällen durchgeführt.

Entspannungsverfahren

Die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson stellt die wirksamste Form von Entspannungsverfahren dar. In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde die Wirksamkeit dieses Therapieverfahrens bei verschiedenen Störungen nachgewiesen. Dabei lernt der Patient nach und nach verschiedene Muskelgruppen seines Körpers bewusst an- und dann zu entspannen. So kann er Anspannung abbauen, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen beitragen.

Zusätzlich werden imaginative Verfahren und Joga als alternatives Entspannungsverfahren angeboten.

Biofeedback

Das Biofeedback ist eine wissenschaftlich gut untersuchte Methode, womit Patienten gezielt Einfluss auf sonst unbewusst ablaufende Vorgänge nehmen können, die vom vegetativen Nervensystem gesteuert werden.
Durch die Rückmeldung vegetativer Körperfunktionen und -zustände wird mit Hilfe des Biofeedback den Patienten ermöglicht, selbst die Einflussmöglichkeiten auf die Störsymptome zu trainieren und zu vergrößern. Biofeedback ist ein wissenschaftlich gut belegtes Verfahren mit klarer, für den Patienten transparenter Wirkungsweise. Nach intensiver Einweisung und Vorbereitung auf die Technik kann sie vom Patienten in großen Teilen selbständig angewendet werden.

Kunst- und Gestaltungstherapie

Kunsttherapie ist eine Therapieform, bei der Mittel und Prozesse der bildenden Kunst und die therapeutische Beziehung eingesetzt werden.
Im Mittelpunkt der Therapie stehen die bildnerische Handlung und die bildhafte Phantasie.
Nonverbale Interaktionen mit dem Therapeuten und der Gruppe werden ermöglicht und gestärkt.
In der Kunsttherapie werden innere Prozesse, die oft dem Patienten nicht bewusst sind, hervorgebracht.

Musiktherapie

Bei der aktiven Form der Musiktherapie bilden das Musizieren des Patienten und des Therapeuten den Ausgangspunkt für eine Therapie. Anwendungsgebiete sind vor allem psychoneurotische Störungen, wie Depressionen und Zwänge. Aufgrund ihrer Anwendungsfelder wird aktive Musiktherapie auch als angewandte Psychotherapie bezeichnet.
Auch die rezeptive Musiktherapie kommt zur Anwendung. Sie ist ebenfalls eine künstlerische Therapieform. Sie steht in enger Verbindung mit den Fächern Medizin, Psychotherapie und Psychologie.
Musiktherapie wird als nonverbales therapeutisches Verfahren unter Zuhilfenahme des Mediums Musik verstanden. Musiktherapie wird mit dem Ziel angewandt, seelische, körperliche und geistige Gesundheit wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern.

Ergotherapie

Die Ergotherapie verfolgt das Ziel, verloren gegangene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern und bestehende zu erhalten. In der Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien und durch das Üben verschiedener Handwerkstechniken werden die Patienten auf Anforderungen des Berufslebens vorbereitet und die Wiedereingliederung somit erleichtert. Im Gruppenrahmen besteht auch die Möglichkeit, soziale Verhaltensweisen einzuüben und Rückmeldungen bezüglich des eigenen Verhaltens einzuholen.

Sporttherapie

Bewegung ist uns wichtig - und das nicht nur in der Psychotherapie.

Die Klinik für Psychotherapie bietet hier ein umfassendes und differenziertes Angebot. Das sporttherapeutische Programm beginnt mit dem Frühsport, der auch im psychotherapeutischen Kontext eine wichtige Funktion inne hat, da eine intensive körperliche Betätigung am Morgen wesentlichen Einfluss auf den Biorhythmus hat, was gerade bei depressiven Erkrankungen einen positiven Einfluss hat.
Zusätzlich unterstützen sporttherapeutische Gruppenangebote die Möglichkeit eines nonverbalen Austausches im Gesamttherapiekontext.
Wassergymnastik, Schwimmen und Muskelaufbautraining sind weitere wichtige Bestandteile des sporttherapeutischen Programms.

Weitere komplementäre Therapieangebote

Arbeits- und Belastungserprobung
Die Arbeits- und Belastungserprobung bietet Patienten die Möglichkeit, ihre berufliche Belastbarkeit und Einsatzfähigkeit unter realitätsnahen Bedingungen im Rahmen einer internen oder externen Arbeitserprobung zu testen. In dieser Weise bietet sich für Patienten die Möglichkeit, ein neues Arbeitsfeld kennen zu lernen oder gegebenenfalls in ein bisher fremdes Berufsbild Einblick zu bekommen.
Um neben den üblichen medizinischen Leistungen die berufsorientierten Untersuchungs- und Behandlungsformen anbieten zu können, wurde das Medizinische Zentrum für Arbeit und Beruf in Zscheckwitz geschaffen und zwar in den Räumlichkeiten des teilrestaurierten alten Rittergutes.
Dort werden berufsbezogene körperliche Funktionstests, Belastungserprobungen in berufspädagogischen Werkstätten, ergonomisches Training an Modellarbeitsplätzen und berufsorientierte Ausgleichsgymnastik mit den Patienten durchgeführt.
Nach den bisherigen Erfahrungen haben gesundheitlich eingeschränkte Patienten auf diese Weise bessere Chancen, dass sowohl der Patient als auch das Behandlungsteam einen realistischen Überblick über das aktuelle Leistungsvermögen bekommt und die Rehabilitanden frühzeitig an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können und in der Folge weniger Einschränkungen bei der Ausübung ihres Berufes haben.