Die Burn- out- Symptomatik ist von einem sehr breiten Symptombereich gekennzeichnet. Die Betroffenen berichten über eine ständige Anspannung und Erschöpfung, von erhöhtem Schlafbedarf, innerer Unruhe, überforderungsgefühlen und dem Gefühl "Ausgebrannt zu sein", also nicht mehr kreativ sein zu können. Häufig können sich die Betroffenen nicht mehr entspannen, die Gedanken kreisen um die Stressoren, die Konzentration- und die Gedächtnisfähigkeit ist reduziert, die allgemeine Lebensfreude gesunken. Oft kommt es zu einem sozialem Rückzug und dem Vernachlässigen eigener Bedürfnisse, Wünsche und Hobbies.
Für Betroffene des Burn-Out-Syndroms bieten wir ein individuell zugeschnittenes 3-Stufen Programm an. Die erste Therapiestufe besteht aus einer Entlastungsphase, bei der ein Abstand von den zum Burn-Out-Syndrom führenden Umgebungsbedingungen erreicht wird. In der zweiten Therapiestufe werden Entspannungstechniken (Yoga, Imaginationstechniken, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Autogenes Training) und körperorientierte Verfahren (Körper- und Bewegungstherapie, MTT, Sportprogramme) speziell eingesetzt. In der dritten Therapiestufe werden in einem integrativen psychotherapeutischen Setting Bedingungen geschaffen, die auf eine Wiedererlangung des psychischen Gleichgewichtes und des Leistungsvermögens zielen.
Unser Konzept zur Behandlung dieser Symptomatik ist vorrangig ressourcenorientiert. Dies bedeutet, dass zunächst ein individuelles Ursachenmodell entwickelt wird (oft sind viele verschiedene Faktoren beteiligt) und dann vor allem die positiven Selbstheilungskräfte aktiviert werden.
Ziel ist es dabei, sich nicht allein auf die Situation nach einem aufgetretenen Burn Out zu beziehen, sondern den Schwerpunkt auf die Stärkung der allgemeinen Widerstandskraft (Resilienz) zu legen.
Der Begriff der Resilienz lässt sich dabei als „psychische Widerstandsfähigkeit“ verstehen und bezieht sich auf das Phänomen, dass manche Personen trotz ausgeprägter Belastungen und Risiken gesund bleiben oder sich vergleichsweise leicht von Störungen erholen, während andere unter vergleichbaren Bedingungen anfälliger für Störungen und Krankheiten sind.
Resilienz kann somit als positives Gegenstück zur Vulnerabilität betrachtet
werden. Dabei geht es jedoch weniger um eine absolute „Invulnerabilität“,
sondern vielmehr um eine relative Widerstandsfähigkeit gegenüber pathogenen
Umständen und Ereignissen, die über die Zeit und über Situationen hinweg
variieren können. Resilienz bezieht sich somit auf eine flexible, den jeweiligen
Situationsanforderungen angemessene (d.h. „elastische“) Widerstandsfähigkeit.
Deshalb steht die Resilienzstärkung in der Burn-Out-Behandlung im Vordergrund. Um dieses Ziel zu erreichen, wird dafür das Konzept der Widerstandskraft (von KOBASA) mit seinen 3 Komponenten vermittelt, jedes dieser 3 Elemente kann erlernt und trainiert werden:
Während der Behandlung wird, nicht zuletzt aufgrund des engen Zeitrahmens, die Optimierung der psychischen Fähigkeiten im Vordergrund stehen. Die Verbesserung von berufsbezogenen Handlungsabläufen, der geistigen Beweglichkeit und der körperlichen Fitness sind dabei ein zusätzliches Anliegen.
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