Die Funktionsabteilung HNO betreut alle Fachabteilungen unserer Klinik bei interdisziplinären Fragestellungen wie Schluck-, Sprech-, Sprach-, Stimm- und Hörstörungen. Sie kann dabei auf eine differenzierte Diagnostik zurückgreifen:
Die Strukturen des HNO-Gebietes sind für die Gewährleistung sozialer und kommunikativer Leistungen sowie eine ungestörte Nahrungsaufnahme von entscheidender Bedeutung. Die Behandlung dieser bei allen Tumorerkrankungen im Mund-, Kiefer-, Gesichts- sowie HNO-Bereich eingeschränkten Funktionen führt zu einem wesentlichen Zuwachs an Lebensqualität und zu einer Verbesserung der sozialen Integrationsfähigkeit.
Eine aktuelle Untersuchung aller Tumorpatienten wird unmittelbar nach der stationären Aufnahme angestrebt. Der Befundbericht steht somit frühzeitig zur Verfügung, damit wird die Planung des individuell abgestimmten Therapieprogramms erleichtert.
In Einzelfällen steht die Möglichkeit der Videodemonstration zur Unterstützung der behandelnden Ergotherapeuten.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden die laryngektomierten Patienten, die in einem interdisziplinär abgestimmten Gesamtkonzept von Ärzten, Psychoonkologen und therapeutischen Bereichen behandelt werden. Aufwendige Einzeltherapien zur Entstauung durch manuelle Lymphdrainage bei Lymphödemen, krankengymnastische Mobilisierungs- und Dehnungsübungen, ergotherapeutische Schulungen der Feinmotorik mimischer Muskulatur, der Kau- und Schluckfunktionen sowie des Geschmackssinnes und der Speichelproduktion (FOTT) werden allen Patienten angeboten. Die intensive logopädische Behandlung ist durch ein Team von Logopäden, eingebettet in die klinikeigene Logopädieschule gewährleistet.
Als teilnehmende Partner sind unsere Behandlungsergebnisse in der Studie Psychosoziale Rehabilitation laryngeketomierter Karzinompatienten der Abteilung für Sozialmedizin der Universitätsklinik Leipzig dokumentiert.
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