
Eine Erkrankung, insbesondere die Krebserkrankung eines Elternteils greift in vielfältiger Weise in den Lebensalltag und das familiäre Gefüge eines Kindes ein. Eltern sind durch die Tumorerkrankung, notwendige Therapie und soziale Auswirkungen beansprucht. Um solche belastenden Situationen zu bewältigen, fehlt Kindern noch der Erfahrungsschatz. Nicht zuletzt sind Trennungszeiten von Mutter oder Vater durch deren Klinikaufenthalte zu überwinden und zu verarbeiten.
Um die durch eine Erkrankung ohnehin belastete familiäre Situation zu erleichtern und die Trennungsphase von Eltern und Kindern durch eine Rehabilitationsmaßnahme bzw. Anschlussheilbehandlung (AHB) nicht noch zusätzlich zu verlängern, werden in der Klinik Bavaria Kreischa bereits seit Jahren Kinder als Begleitpersonen während der stationären Rehabilitation ihrer erkrankten Eltern mit aufgenommen. Diese Möglichkeit des gemeinsamen Aufenthaltes nutzen insbesondere Mütter und Väter mit Krebs, aber auch mit orthopädischen, psychosomatischen und neurologischen Erkrankungen sowie mit Stoffwechselkrankheiten.
Aus den hierbei gewonnenen Erfahrungen wurde unter Federführung der Abteilungen Onkologie und der klinischen Psychologie ein Konzept gemeinsamer Therapieangebote für krebserkrankte Eltern und begleitende Kinder entwickelt: die psycho-onkologische Rehabilitation für krebskranke Eltern mit ihren Kindern, kurz POREK genannt.