Im Team aus nephrologisch erfahrenen Ärzten und Schwestern/Pflegern, Psychologen, Therapeuten, Diätassistenten und Sozialarbeitern werden neben ggf. erforderlicher Nierenersatztherapie individuell strukturierte Behandlungspläne erstellt. Diese orientieren auf die Nutzung bestehender gesunder Ressourcen der Patienten unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Anliegen sowie auf spezielle dialyseassoziierte und krankheitsbedingte Funktionseinschränkungen.
Im Austausch mit Gleichbetroffenen und Therapeuten werden chronisch niereninsuffiziente Patienten motiviert, erlernte Trainingsinhalte und Kenntnisse auch nach der Rehabilitationsmaßnahme selbständig im Alltag anzuwenden.
Sie lernen damit trotz der so genannten "Abhängigkeit von der Maschine" zur Erhaltung von Lebensqualität aktiv beizutragen.
In der kompetenten Betreuung von Patienten nach Nierentransplantation besteht das Hauptanliegen darin, optimale Voraussetzungen für eine maximale Funktionsdauer des Transplantates zu schaffen.
Nach der Organtransplantation stehen initial Mobilisierung und physische Konditionierung der Patienten im Vordergrund. Unterstützend wird eine psychologische Begleitung im Adaptationsprozess an das Spenderorgan angeboten.
Im weiteren Verlauf wird die Transplantatfunktion neben immunologischen Prozessen durch nichtimmunologische Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Hyperlipoproteinämie, aber auch durch Infektionen und Complianceprobleme bezüglich der immunsuppressiven Therapie bedroht. Die Überwachung von transplantierten Patienten schließt daher neben fachbezogener Diagnostik und Therapie Motivations- und Schulungsprogramme ein. Diese helfen im Umgang mit der Krankheit, unterstützen die Selbstwahrnehmung und Selbstüberwachung und informieren zu Ernährungsmodalitäten sowie erforderlicher Diagnostik und Therapie. Zusätzlich sind psychosoziale Beratungen in das Therapiekonzept integriert.
Spezielle Schwerpunktbereiche