
Peptische Erkrankungen und ihre operativen Folgezustände haben in der Regel eine lange Vorgeschichte, wobei die Vorbefunde (Endoskopie, Röntgen, OP-Berichte, Histologie etc.), soweit sie vorliegen, hinsichtlich ihres diagnostischen Aussagewertes einerseits und hinsichtlich der Aktualität andererseits kritisch durchleuchtet werden sollen, ehe sie als Handlungsgrundlage genutzt werden. Bei Bedarf wird die spezielle gastroenterologische Diagnostik ergänzt, um Ursachen und Wertigkeiten der bestehenden subjektiven und objektiven Einschränkungen entsprechend einordnen, soweit möglich, ursachengerecht behandeln und im übrigen defektgerecht substituieren bzw. ausgleichen zu können.
Zielstellung der Rehabilitationsmaßnahme ist die differenzierte Aufklärung des Patienten über seine spezifische postoperativ bestehende anatomische und verdauungsphysiologische Situation. Eine psychologische Mitbehandlung ist im Hinblick auf Depressivität, Angst, soziale Isolierung sowie im Hinblick auf Stress, berufliche Überforderungen usw. als auslösende Faktoren erforderlich. Ein weiterer Schwerpunkt der Rehabilitation ist die Motivation zu einem entsprechendem gesundheitsbewussten Verhalten unter Einschluss der Suchtproblematik hinsichtlich Alkohol und Nikotin. Neben einer Verbesserung des Ernährungszustandes durch eine entsprechende Ernährungstherapie steht die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch ein geeignetes physiotherapeutisches Programm im Mittelpunkt der Rehabilitation.